Online-Banking Studie 2014: Randnotizen der Webseitenanalyse – Teil 1

Die PASS Studie Online-Banking geht aktuell in ihre 8. Runde. Webseitenanalyse und Nutzerumfrage sind abgeschlossen, die Auswertung in vollem Gange. Zeit, erste Fundstücke zu präsentieren. Heute: Mogelpackungen fallen durch.

50 Bankwebseiten und rund 300 Untersuchungskriterien – die PASS Online-Banking Studie 2014 durchleuchtet das Online-Angebot der Banken im deutschsprachigem Raum sehr detailliert. Basis ist ein Kriterienkatalog, der für fast alle Inhalte einer Webseite ein Kriterium mit mehrfachen Ausprägungen parat hält. Trotzdem gibt es immer wieder mal Befunde, die nicht bewertet werden können, da kein Kriterium anwendbar ist. Einige Highlights dieser Fundstücke möchten wir Ihnen jedoch nicht vorenthalten.

Junger Wein in alten Schläuchen?

Generell kann im Vergleich zur Analyse vor zwei Jahren als positiver Eindruck die Neu- bzw. Umgestaltung vieler Bankwebseiten festgestellt werden. Einige wenige Banken hatten sogar den Mut, sich gänzlich von alten Zöpfen zu trennen und ihre Portale völlig neu aufzusetzen. Die Seiten machen dann schon auf den ersten Blick einen modernen und aufgeräumten Eindruck. Das freut nicht nur den Tester, sondern hoffentlich auch die Kunden und Interessenten. Ein schönes Beispiel hierfür sind die Seiten der BB Bank, die so gar nichts mehr mit der Gestaltung von vor zwei Jahren gemein haben. Erfreulicherweise wird dieser positive Eindruck auch nicht beim Aufrufen von Seiten der zweiten oder dritten Navigationsebene getrübt. Alle Seiten wurden komplett neu erstellt.

Findet hingegen lediglich ein Facelift statt, kommt nach der ersten Euphorie schnell Ernüchterung – denn neuer Wein in alten Schläuchen kann die Patina der in die Jahre gekommenen Backend-Systeme nicht übertünchen und führt beim Webseitenbesucher zu faden bis ungenießbaren Geschmackserlebnissen. Dies ist immer dann der Fall, wenn beispielsweise nur die Start- und vielleicht noch die Produktseiten neu konzipiert wurden, die Detailseiten aber eben nicht. Der gewünschte Effekt, mit besseren Webseiten zu begeistern, kehrt sich dann ganz schnell ins Gegenteil um, wenn nach dem zweiten oder dritten Klick alte Ungetüme in Form von überalterten Webseiten erscheinen.

Im nächsten Teil der Fundstücke zur Online-Banking Studie: Produktabschluss und Postident – ungeahnte Stolpersteine und eine Geduldsprobe.

Über die PASS Studie Online-Banking

Die Studie Online-Banking untersucht die Internetauftritte von Banken der DACH-Region. Hauptbaustein ist eine Expertenanalyse. Hierbei wird der Sales-Prozess von der Information und Beratung bis zum Abschluss untersucht. Zudem werden Kontakt- und Serviceangebote getestet. Darüber hinaus fließt die Usability der Webseiten in die Analyse ein. Neben dem öffentlichen Bereich spielt auch der Transaktionsbereich (Banking und Brokerage) eine zentrale Rolle. Weiteres Thema ist die Bereitstellung von Inhalten für mobile Endgeräte. Komplettiert wird die Studie durch eine Online-Befragung von Webseitenbesuchern der Banken. Die Studie wird seit 2001 durchgeführt und erscheint im Oktober 2014 zum achten Mal. Mehr Informationen hier.

Bildquelle: Shutterstock

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